Zucht auf Parasitenresistenz und wenig Durchfälle beim Engadinerschaf
Wie bereits in der letzten Ausgabe der BdPP beschrieben, leitet der SEZ ein neues, vom BLW finanziertes Projekt, das die Zucht auf Parasitenresistenz und wenig Durchfälle beim Engadinerschaf fördert.
Dafür suchen wir mindestens 50 Betriebe, die mitmachen. Es haben sich bereits über 30 Betriebe gemeldet. Alle anderen, die interessiert sind, melden sich bei Christian Gazzarin oder bei Anet Spengler an.
Nachfolgend nun weitere Informationen: Das Projekt startet diesen Oktober 2026. Es ist vorgesehen, sämtliche Aufwendungen der Betriebe zu entschädigen. Alle, die mitmachen möchten, sind eingeladen, am 16. oder am 24. Oktober 2026 an einem Kurs am FiBL teilzunehmen, wo sie drei Methoden lernen und üben, um ihre Schafe zu beobachten:
- den Famacha-Test zur Beurteilung der Augen-Bindehaut-Farbe (zur Feststellung, ob eine Blutarmut besteht; wird vom BGK angeleitet )
- Die Körperkonditionsbeurteilung (BCS; zur Feststellung, wie viel Körperfett das Tier hat)
- Durchfallbeurteilung (DAG-Score; zur Feststellung, ob und wie stark ein Tier Durchfall hat)
Wichtig ist, dass am Ende des Kurses möglichst alle diese Beurteilungen gleich machen. Zudem wird an dem Tag der genaue Ablauf der Arbeiten im Projekt erklärt. Dieser Kurstag ist Voraussetzung für die Teilnahme im Projekt! Man kann wählen, an welchem der beiden Daten man kommen möchte. Alle TeilnehmerInnen bekommen für diesen Tag, der zugleich eine Weiterbildung darstellt, 200 CHF + Spesen.
Alle Tiere, welche mindestens 3 Monate alt sind, müssen von den beteiligten Betrieben folglich dreimal in einem Jahr, nämlich im Winter, im Frühling und im Spätsommer beurteilt werden und dies während zwei Jahren. Eine Beurteilung entspricht einem Beobachtungssatz mit jeweils 3 Einzelbeobachtungen eines Tieres zu Famacha, BCS und DAGScore, welche alle dokumentiert werden müssen. Für diese Beurteilungen bekommen die Betriebe 10 CHF pro Tier. Bei 20 Tieren erhält ein Betrieb somit 1200.- Fr. für die ganze Projektperiode.
Auf 10 Betrieben werden zusätzlich von FiBL-MitarbeiterInnen Einzeltier-Kotproben genommen; diese werden auf Parasiteneier untersucht.
Wir freuen uns auf eure Anmeldungen!
Der SEZ-Vorstand