Schweizerischer Engadinerschaf Zuchtverein

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Mitteilungen „Schafe Schweiz“ – Dezember 2020

Nachfolgende Mitteilung wurde uns von Schafe Schweiz zugestellt (der SEZ ist Mitglied und besetzt den Vorstand mit Kurt Hodel)

Liebe Mitglieder der Branchenorganisation Schafe Schweiz

In wenigen Tagen geht für uns Schäferinnen und Schäfer ein aussergewöhnliches und ereignisreiches, sowie arbeitsintensives Jahr zu Ende Mit der Einführung der Einzeltierregistrierung bei den Schafen in der Tierverkehrsdatenbank hatten wir eine grosse Herausforderung zu bewältigen. Auch wenn der Start eher holprig war, diverse Anwendungen erst im Verlauf des Jahres funktionierten, so darf sich das Ergebnis per Ende Jahr sehen lassen. 

Ein weiterer Meilenstein war die Abstimmung zum Jagdgesetz mit bekanntem Ausgang. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Wölfe in der Schweiz ständig zu und stellt uns alle vor Herausforderungen und Probleme. Gleichzeitig müssen wir alle als Schafhalterinnen und Schafhalter um Anerkennung und Akzeptanz bei der urbanen Bevölkerung ringen – der Abstimmungskampf hat dies deutlich gezeigt.

Diese Themen und zahlreiche andere haben den Vorstand der Branchenorganisation stark beschäftigt. Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über die Schwerpunkte des vergangenen Jahres:

TVD

  • Stellungnahme in der Vernehmlassung zu Gunsten der Branche (Verschiebung der Einführung, Reduktion der Kosten für den Schafhalter, …) 
  • Einsitz in TVD-Begleitgruppe(Vertretung Interessen der Branche, Aushandlung von Kostensenkungen) 
  • Infoveranstaltung Mamishaus / Balzers mit über 650 Teilnehmern 
  • Ausarbeitung Merkblatt für Schafhalter zur Einführung der TVD mit nützlichen Praxistipps
  • Laufendes direktes Feedback an Identitas im Einführungsprozess (z.B. Massenmeldungen die nicht möglich waren, Behebung von fehlerhaften Funktionen, Wünsche zum Aufbau von notwendigen Anwendungen) 
  • Abklärungen im Zusammenhang mit fehlerhaften Tiergeschichten (zusätzlicher Aufwand für Tierhalter, mögliche Abzüge) , Entsorgungsbeitrag (Drohung von Handel und Schlachtbetrieben, Mehraufwände mit hohen Gebühren zu verrechnen), Sanktionen … 

[BITTE BEACHTET IN DIESEM ZUSAMMENHANG FOLGENDEN LINK: KONSEQUENZEN BEI FEHLERHAFTER TIERGESCHICHTE]

Moderhinkebekämpfung

  • Einsitz in nationaler Arbeitsgruppe (u.a. massgeblichen Einfluss auf Senkung der Labor- und Untersuchungskosten für jeden einzelnen Betrieb) 
  • Stellungnahme in der Vernehmlassung zur praxisnahen Umsetzung 
  • Aussprache mit mit BLV bezüglich Stellungnahme (Einführungstermin 2024, Diskussion Anreizsystem zu Gunsten Schafhalter, Vermarktung, taugliches Bademittel, …) 

Vermarktung

  • Teilnahme an der wöchentlichen Preisumfrage und Preiserhebung 
  • Verhandlungen bezüglich Einführung Preisabstufung 01. November 2020 (CH-TAX; Wunsch der Verwerter nach einer Lösung bei überschweren und überfetten Tieren)
  • Fachliche Unterstützung Proviande bezüglich digitaler Lösung (öffentliche Märkte) 
  • Abklärungen Proviande Beitritt / VR-Sitz zur Stärkung der Produzentenvertretung

AP22+

  • Stellungnahme in der Vernehmlassung (Beibehaltung der Inlandleistung, Wollverwertung, RAUS-Beitrag Schafe, Beitrag Wanderherden, Harmonisierung NST-Berechnung, DGVE, …)  

Grossraubtiere

  • Stellungnahme in der Vernehmlassung Jagdverordnung 
  • Ja-Komitee mit SBV und Jagd Schweiz organisiert 
  • Abstimmungskampagne aktive Mitarbeit und Engagement, Mobilisierung von Wählern 
  • Brief an Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga 
  • Medienauftritt nach Abstimmung 
  • Kontakt mit BAFU bezgl. weiterem Vorgehen nach der Abstimmung
  • Vernetzung mit Politik und Organisationen – wie weiter beim Thema Wolf 

Stärkung der Branche

  • Vernetzung einzelner Organisationen untereinander (Züchter und Halter) 
  • Runder Tisch in Brugg mit allen Organisationen
  • Beitritt SBV 
  • Sensibilisierung der Bevölkerung 
  • Öffentlichkeitsarbeit 
  • Unterstützung bei landwirtschaftlichen Themen (Kampagnen, Abstimmungen, politische Vorstösse) 

Geschätzte Schäferinnen und Schäfer – auch im kommenden Jahr setzt sich die Branchenorganisation Schafe Schweiz für die Anliegen der Schäferinnen und Schäfern ein. Das Ziel, die Branche zu einen und die Themen welche uns beschäftigen, mit den bestmöglichen Resultaten zu bearbeiten, treibt uns an. Dieses Ziel erreichen wir nur gemeinsam und nur dann, wenn wir den Dialog pflegen und uns mit dem notwendigen Herzblut zum Wohl der gesamten Branche einsetzen. Fragen oder Anregungen nehmen gerne auch telefonisch / via Whatsapp entgegen: (Martin Keller: 079 437 53 63 // Simon Lepori: 079 300 78 72)

In diesem Sinne die besten Wünsche für besinnliche Festtage und einen guten Rutsch ins nächste Jahr. Danke für euer Engagement, viel Glück in Haus, Hof und Stall und bleibt gesund!

Mit den besten Schäfergrüssen

Martin Keller, Präsident Branchenorganisation Schafe Schweiz              

Simon Lepori, Viz-Präsident Branchenorganisation Schafe Schweiz

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